Ferienkalender Österreich: Termine und Urlaubsplanung
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Wie die Ferien in Österreich geregelt sind
Anders als in Deutschland sind die Schulferien in Österreich weitgehend bundesweit einheitlich festgelegt. Weihnachts-, Oster- und Pfingstferien liegen im ganzen Land gleich, ebenso die Herbstferien. Der Sommer ist in zwei Gruppen geteilt: In Wien, Niederösterreich und dem Burgenland beginnen die Hauptferien eine Woche früher als in den übrigen Bundesländern.
Die eine echte Ausnahme sind die Semesterferien im Februar. Sie werden von den Bundesländern auf unterschiedliche Wochen gelegt - der Grund ist derselbe wie beim deutschen Rollverfahren im Sommer: Die Skigebiete und die Straßen dorthin würden eine gleichzeitige Abreise aller Familien nicht verkraften. Für Eltern, deren Kinder in verschiedenen Bundesländern zur Schule gehen, ist das die Woche, die jedes Jahr Abstimmung verlangt.
Wo die verbindlichen Termine stehen
Maßgeblich ist das Bildungsministerium beziehungsweise die jeweilige Bildungsdirektion des Bundeslandes. Dort stehen die Termine mehrere Jahre im Voraus. Dazu kommen schulautonome Tage: Jede Schule darf eine begrenzte Zahl freier Tage selbst festlegen, meist rund um Feiertage und Fenstertage. Diese Tage stehen nicht im Landeskalender, sondern werden von der Schule bekanntgegeben - und sie sind der häufigste Grund, warum ein sorgfältig geplanter Urlaub am Ende doch nicht passt.
Zu beachten ist außerdem, dass einige Feiertage regional gelten: Der Landespatron-Feiertag ist in manchen Bundesländern schulfrei, in anderen nicht.
Wofür ein Jahresplaner an der Wand taugt
Die Termine holt man sich digital - der Überblick entsteht an der Wand. Ein Urlaubsplaner im großen Wandformat zeigt das ganze Jahr auf einem Blatt: Ferien, Urlaubstage beider Eltern, schulautonome Tage, Kindergarten-Schließzeiten. Gerade weil in Österreich die Semesterferien und die autonomen Tage variieren, ist ein Blatt, auf dem alles nebeneinander steht, praktischer als vier getrennte Kalender.

Für Haushalte, in denen auch Dienstpläne koordiniert werden, gibt es dieselbe Idee als Wandplaner mit Monatsspalten - gedacht für Teams, funktioniert für Familien mit Schichtdienst genauso.
Planen mit Fenstertagen
Was in Deutschland Brückentag heißt, ist in Österreich der Fenstertag: der Arbeitstag zwischen Feiertag und Wochenende. Rund um Christi Himmelfahrt, Fronleichnam und den 15. August lassen sich damit lange Wochenenden bauen, oft mit einem einzigen Urlaubstag. Weil viele Schulen genau diese Tage als schulautonom freigeben, deckt sich das häufig - allerdings erst, wenn die Schule ihre Tage bekanntgegeben hat, meist zu Schuljahresbeginn.
Für den Sommerurlaub gilt die gleiche Rechnung wie überall: Die erste und die letzte Ferienwoche sind in den Urlaubsregionen leerer und günstiger. Wer im Osten wohnt, hat dabei den Vorteil, dass die Ferien eine Woche früher starten - die erste Juli-Woche ist in Italien und Kroatien noch spürbar entspannter als die Wochen danach.
Wenn Urlaub außerhalb der Ferien nötig ist
Auch in Österreich besteht Schulpflicht, und eine Freistellung für einen billigeren Flug ist kein anerkannter Grund. Zuständig ist die Schulleitung, für längere Zeiträume die Bildungsdirektion. Wer einen triftigen Anlass hat - eine Familienfeier, einen Termin, der sich nicht verschieben lässt -, stellt den Antrag früh und schriftlich. Kurzfristige Krankmeldungen sind der schlechtere Weg: Sie sind durchschaubar und können als Verletzung der Schulpflicht behandelt werden.
Ferienbetreuung und die Lücke im Sommer
Die österreichischen Sommerferien dauern neun Wochen - deutlich länger als der Jahresurlaub von zwei berufstätigen Elternteilen zusammengenommen. Damit ist die Betreuungsfrage jedes Jahr dieselbe Rechenaufgabe. Städte und Gemeinden bieten Ferienbetreuung an, dazu kommen Sommercamps von Vereinen und die klassische Lösung über Großeltern. Die Anmeldefristen liegen häufig im Frühjahr, teils im Februar - wer erst im Juni sucht, findet meist nur noch Restplätze.
Praktisch bewährt hat sich, den Urlaub beider Eltern nicht deckungsgleich zu legen, sondern versetzt: zwei gemeinsame Wochen als eigentlicher Familienurlaub, der Rest abwechselnd. Das deckt mehr Ferienzeit ab und macht die Wochen dazwischen ruhiger, als sie mit Betreuung an fünf verschiedenen Orten wären.
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